Aktienpreise u. Aktienkurse Wie funktioniert die Börse?


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Wann kommt es zum Aktien-Crash?

Wann kommt es zum Aktien-Crash?
Nach der klassischen Finanzmarktlehre zittern die Kurse unvorhersagbar auf und ab. Ihre Richtung bestimmen zufällig an den Börsen eintreffende Informationen. Wenn Terroristen Flugzeuge ins World Trade Center jagen oder ein Hedgefonds wie LTCM vor der Pleite steht, dann knicken die Kurse schlagartig ein. Soweit scheint die Theorie stimmig. Doch was geschah am 28 Oktober 1929, als der Dow Jones 13 Prozent abstürzte?

Der Yale Professor Robert Shiller schrieb in seinem Buch Irrationaler Überschwang:" Die Historiker und Ökonomen stehen vor dem Rätsel, dass es unmittelbar vor dem Einbruch keinerlei wichtige Nachrichten gab". Shiller wollte das Rätsel lösen.

Die Gelegenheit erhielt er am 19 Oktober 1987. Fast 23 Prozent stürzte der Dow Jones in die Tiefe , der größte Tagesverlust in der Geschichte der Wall Street. Shiller fragte die Börsianer per Formular, was sie zum Verkauf trieb. Am wichtigsten werteten sie die Tatsache, dass der Dow Jones schon am frühen Morgen um 200 Punkte eingeknickt war. Übersetzt heißt das: Investoren verkaufen, will Investoren verkauft hatten. Es muss offenbar gar keine Neuigkeit auftauchen, damit eine Blase platzt.

Es ist wie bei einem Stab, den man auf dem Finger balanciert: Ob er durch eine ruckartige Bewegung oder durch einen Windstoß zu Fall kommt, ist sekundär. Ursache für den Sturz ist seine labile Position.

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